Gesetzesänderungen offenbar bestätigt
26.10.2009, 18:41 Uhr, abgelegt in: REITG
Nach Angaben der Immobilien Zeitung vom 22.10.2009
(Seite 4) sei die von Branchenvertretern geforderte
Öffnung des REIT-Gesetzes (REITG) für
Bestandsmietwohnimmobilien nunmehr wohl bestätigt
(vgl. hierzu den Blog-Eintrag v. 7.10.2009)
worden. So seien CDU und FDP bei den
Koalitionsgesprächen von vornherein für diese
Gesetzesänderung gewesen. Lediglich die CSU habe
nach Protesten von Mieterverbänden zeitweise
eine derartige Änderung abgelehnt. Nach deren
Einlenken gelte es jetzt sogar als möglich, die
Änderung des REITG bereits zum 1.1.2010
umzusetzen.
Für andere von der Immobilienbranche vorgeschlagene Details zu REITs, insbesondere die mögliche Verlängerung der Exit-Tax, sei im Koalitionsvertrag zunächst kein Raum; diese Fragen sollten später geklärt werden, verlautete es aus Verhandlungskreisen. Eine Änderung solle aber, so Dautzenberg, CDU-Vertreter in der Arbeitsgruppe Steuern/Finanzen, im Grundsatz erfolgen.
In der Börsen-Zeitung vom 15.10.2009 (Seite 2) wird unter der Überschrift "Branche lobt Reits-Reformen von Union/FDP - 'Maßgebliches Incentive für die Gründung neuer Reits' - Wohnimmobilien stabilisieren Portfolio" die Reaktion von REIT-Branchenvertretern auf die geplanten Gesetzesänderungen reflektiert. Nach Auffassung von Schmitz, Vorstand der Hamborner AG, die den REIT-Status annehmen will (vgl. Blog-Eintrag v. 22.8.2009) seinen die steuerlichen Vorteile der Exit-Tax im Allgemeinen überschätzt. Nach seinen Beobachtungen sein zahlreiche Immobilienbestände schon in den Jahren vor Einführung der Exit-Tax innerhalb von Konzernen gehandelt worden, so dass hierbei auch eine Aufdeckung der stillen Reserven erfolgt sei. In der Folge habe die durch die Exit-Tax steuerlich begünstigte Aufdeckung von stillen Reserven kaummehr eine hohe Bedeutung. Die Kaufanreize seien selbst bei großen Deals marginal. Ähnlich zweitrangig sei dementsprechend freilich die Drohung, bei verfehlten REIT-Plänen nachträglich zur Kasse gebeten zu werden. Im Ergebnis sei der Wille der Koalition, die Exit-Tax künftig weiterlaufen zu lassen, zwar lobenswert, aber aus Sicht von Praktikern nicht so relevant wie erwartet.
Lackenbauer von TAG Immobilien hält die Änderungen am REITG ebenfalls für hilfreich. Ehrich, Chef der CR Capital Real Estate, beurteilt die REIT-Pläne der Koalition als sehr positiv. CR Capital Real Estate setze in seiner Anlagestrategie verstärkt auf Wohnungen, da diese konjunkturresistenter seien als z. B. Büros und sie stabile Cash-flows generierten. Vor diesem Hintergrund begrüße die Gesellschaft die geplante Abschaffung des Verbots von Bestandsmietwohnimmobilien. Kritischer äußerte sich indessen Elamine von der Alstria Office REIT-AG, da im Ergebnis in keinem europäischen Land mit erfolgreichen REITs Wohn-REITs eine bedeutende Rolle spielen würden.
Für andere von der Immobilienbranche vorgeschlagene Details zu REITs, insbesondere die mögliche Verlängerung der Exit-Tax, sei im Koalitionsvertrag zunächst kein Raum; diese Fragen sollten später geklärt werden, verlautete es aus Verhandlungskreisen. Eine Änderung solle aber, so Dautzenberg, CDU-Vertreter in der Arbeitsgruppe Steuern/Finanzen, im Grundsatz erfolgen.
In der Börsen-Zeitung vom 15.10.2009 (Seite 2) wird unter der Überschrift "Branche lobt Reits-Reformen von Union/FDP - 'Maßgebliches Incentive für die Gründung neuer Reits' - Wohnimmobilien stabilisieren Portfolio" die Reaktion von REIT-Branchenvertretern auf die geplanten Gesetzesänderungen reflektiert. Nach Auffassung von Schmitz, Vorstand der Hamborner AG, die den REIT-Status annehmen will (vgl. Blog-Eintrag v. 22.8.2009) seinen die steuerlichen Vorteile der Exit-Tax im Allgemeinen überschätzt. Nach seinen Beobachtungen sein zahlreiche Immobilienbestände schon in den Jahren vor Einführung der Exit-Tax innerhalb von Konzernen gehandelt worden, so dass hierbei auch eine Aufdeckung der stillen Reserven erfolgt sei. In der Folge habe die durch die Exit-Tax steuerlich begünstigte Aufdeckung von stillen Reserven kaummehr eine hohe Bedeutung. Die Kaufanreize seien selbst bei großen Deals marginal. Ähnlich zweitrangig sei dementsprechend freilich die Drohung, bei verfehlten REIT-Plänen nachträglich zur Kasse gebeten zu werden. Im Ergebnis sei der Wille der Koalition, die Exit-Tax künftig weiterlaufen zu lassen, zwar lobenswert, aber aus Sicht von Praktikern nicht so relevant wie erwartet.
Lackenbauer von TAG Immobilien hält die Änderungen am REITG ebenfalls für hilfreich. Ehrich, Chef der CR Capital Real Estate, beurteilt die REIT-Pläne der Koalition als sehr positiv. CR Capital Real Estate setze in seiner Anlagestrategie verstärkt auf Wohnungen, da diese konjunkturresistenter seien als z. B. Büros und sie stabile Cash-flows generierten. Vor diesem Hintergrund begrüße die Gesellschaft die geplante Abschaffung des Verbots von Bestandsmietwohnimmobilien. Kritischer äußerte sich indessen Elamine von der Alstria Office REIT-AG, da im Ergebnis in keinem europäischen Land mit erfolgreichen REITs Wohn-REITs eine bedeutende Rolle spielen würden.